Was meine ich eigentlich, wenn ich von Drogen spreche? Der ein oder andere Leser denkt sich vielleicht, das was ich hier tue wäre illegal oder sogar grenzwärtig, der Shop, den ich aufmachen will nur eine moralisch verwerfliche Methode um legale Rauschmittel zu verkaufen. So wie es einige Räuchershops tun, die bisher Spice verkauften oder ähnliche ‘Räuchermischungen’, die in Wirklichkeit zum Rauchen da sind.
Zuallererst: der Begriff ‘Droge‘
ist ein Terminus aus der Pharmakologie; in jedem ernstzunehmenden Buch über Kräuter, Heilkräuter, Naturmedizin, Klostergärten, Ethnobotanik und Ethnopharmakologie, und und und wird dieser Begrff auftauchen. Warum? ‘Droge‘ bedeutet NICHT, dass es sich um ein Rauschgift handelt und noch viel weniger hat es irgendwas mit Abhändigkeit zu tun.
Das Wort ‘Droge‘ bedeutet nicht mehr als ‘Wirksamer Bestandteil’. Baldrian beispielsweise liefert seine Wurzeln als Droge, Kamille die Blätter. Streng genommen spricht man nicht von ‘Droge‘, wenn man sich aus der Tollkirsche ein Gift zusammenbraut und das trinkt. Denn hierbei handelt es sich um eine toxische Wirkung, bei Baldrian nicht; trotzdem ist natürlich ein ‘wirksamer Bestandteil’ in der Tollkirsche enthalten.
Rauschmittel:
Das passt schon eher auf das, was man heutzutage als ‘Droge‘ bezeichnet. Hier gibt es auch keinen sinnvollen Unterschied zwischen Gift und Nicht-Gift (wobei der ja sowie oft eine Gratwanderung ist und am Ende nur vond er Dosis bestimmt wird; wir gehen hier allerdings von Gift aus, wenn die Wirkung auf den menschlichen Körper toxisch ist: Alkohol beispielsweise).
Das Doofe an dem Begriff Rauschmittel: Es gibt genug ‘Drogen’, die man nicht ‘zum sich berauschen’ verwendet, oder besser: meint, dass man das nicht tut bzw. es irgendie ‘falsch’ klingt. Die Zigarette z.B. Trotzdem stimmt der Begriff hier voll und ganz.
Abhängigkeit und Gefahren:
Eine körperliche Abhängigkeit entsteht bei kaum einer der heutzutage verpönten Stoffen; weder LSD noch Zauberpilze oder bestimmte Rauchstoffe wurden bisher als körperlich abhängig eingestuft. Bei LSD und co. aus einem ganz bestimmten Grund: sie wirken in erster Linie psychoaktiv. Das ist auch der Grund dafür, dass es sich hierbei nicht (wie oft fälschlicherweise vermutet wird) um eine Vergiftung handelt. Das interessante Detail hierbei, das kaum jemand kennt, ist die lethale Dosis ld50 (die Dosis, bei der 50% der ‘Probanden’ sterben): Diese liegt bei Pilzen, LSD, Meskalin, THC oder vielen vielen anderen Psychoaktiven Stoffen in einem Bereich, der Physiologisch nicht aufnehmbar ist (beispielsweise das eigene Körpergewicht an Zauberpilzen); und in diesen Bereichen macht es tatsächlich keinen Unterschied mehr, ob man LSD-Pappen, Zucker, Kartoffeln oder sogar Wasser zu sich nimmt (die tödliche Dosis (destiliertes) Wasser liegt bei ca. 10 Litern).
Worauf will ich hinaus?
Lediglich darauf, dass ich in meinen Berichten von einem ‘Drogenprofil’ spreche, ich den Begriff ‘Droge’ dabei allerdings als strengen Terminus für ‘etwas was eine Wirkung auf den menschlichen Körper oder den Geist hat’ verwende. Und jetzt das große Aha: Alles, absolut jedes Nahrungsmittel, jedes Kraut, jedes Vitamin und jedes Getränk hat eine Wirkung auf den Körper oder den Geist.
Macht euch frei von der Meinung, die euch eingetrichtert wird ‘Drogen’ wären böse. Zucker ist eine Droge, Kamillentee ist eine Droge, Wasser ist eine Droge. All die Stoffe, die ich beschreibe sind hundertmal gesünder, belebender, hilfreicher, lebensbejahender, ungefährlicher (aber auch verteufelter) als Alkohol und Zigaretten.